Mindestens 20.651 Kinder wurden seit 2022 von russland aus den besetzten Gebieten der Ukraine verschleppt. Die wenigen, die zurückkehren konnten, berichten von Lagerhaft, von Propaganda und Gewalt. Ein Kunsttherapie-Projekt der Terre des Hommes-Partnerorganisation »Girls« hilft ihnen, die Zeit der Gefangenschaft zu verarbeiten.
Wir sammeln hier die Geschichten, die uns Partnerorganisationen zur Verfügung stellen. Die ersten vier stammen von Terre des Hommes und ihrer ukrainischen Partnerorganisation »Girls«.
Diese Geschichten beschreiben Gewalt gegen Kinder.
Im Herbst 2022 schickten die Besatzer Ania in ein angeblich zweiwöchiges Ferienlager.
Geschichte lesenMan gab Artem eine russische Militäruniform und zwang ihn zu militärischen Übungen.
Geschichte lesenWas zwei Wochen Freizeit und Erholung hätten sein sollen, wurden sechs Monate in sogenannten »Umerziehungslagern«.
Geschichte lesenMorgens mussten die Kinder die russische Hymne singen. Ukrainisch zu sprechen war verboten.
Geschichte lesenDie Terre des Hommes-Partnerorganisation »Girls« hilft befreiten Kindern, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten, wieder Vertrauen in andere Menschen zu bekommen und neuen Mut zu fassen.
Der Weg dorthin führt über die Kunsttherapie: In Bildern können die Kinder ihren Erinnerungen eine Form geben, über sie sprechen und Schritt für Schritt ihre Ängste überwinden. Professionelle Therapeut*innen unterstützen sie dabei.
„Einige der Kinder haben nie zuvor über ihre Erfahrungen gesprochen, sind aber bereit, sie zu zeichnen. Für welche Ausdrucksform auch immer sie sich entscheiden, die goldene Regel ist: Wir richten uns nach den Kindern. Wenn sie etwas besprechen möchten, dann nehmen wir uns die Zeit. Wenn sie nicht mehr weiter machen wollen, dann hören wir jederzeit auf.“Tetiana Khodakivska, Projektkoordinatorin, NGO »Girls«
Text und Zeichnungen: Terre des Hommes Deutschland und die ukrainische NGO »Girls« · tdh.de